Fieber & Erbrechen

In diesem Bereich finden Sie Informationen zu Erkrankungen, von denen viele Babys betroffen sind. Für eine ausführlichere Liste können Sie sich die Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anschauen.

Erbrechen

Wenn Ihr Kind nach der Mahlzeit etwas Nahrung mit aufstößt, ist das kein Erbrechen. Gibt es jedoch unerwartet eine größere Menge Nahrung von sich, kann das viele Ursachen haben: Infektionen, Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder ein Magenpförtnerkrampf. Im schlimmsten Fall – aber zum Glück selten – ist Erbrechen Zeichen einer Hirnerkrankung. Erbricht Ihr Kind immer wieder und hat dazu noch Durchfall oder Fieber, handelt sich um Brechdurchfall.

 

Heftiges Erbrechen, Fieber und schwerkrankes Aussehen weisen unter Umständen auf eine Hirnhautentzündung hin. Zögern Sie nicht, Ihr Kind unverzüglich zum Arzt oder zur Ärztin zu bringen. Geben Sie ihm immer wieder Tee oder Wasser, der Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen kann lebensbedrohlich werden. Alarmierend ist auch ein rapider Gewichtsverlust.

 

Fieber

Die Körpertemperatur junger Säuglinge schwankt leicht in Reaktion auf die Raumtemperatur oder Flüssigkeitszufuhr. Werte zwischen 36,5 und 37,5 °C sind normal. Von erhöhter Temperatur spricht man bei Werten zwischen 37,6 und 38,5 °C.


Fieber selbst messen: 

Beim Baby am besten im Po für gut eine Minute. Bewährt haben sich digitale Fieberthermometer. Etwas Creme auf die Spitze geben. Die Beinchen anheben, die Hand mit dem Thermometer am Po des Babys anlegen und die Spitze vorsichtig etwa ein bis zwei Zentimeter einführen.


Haben Sie das Gefühl einer höheren Temperatur, so können Sie dies mit einem digitalen Fieberthermometer prüfen. Bieten Sie Ihrem Kind etwa jede halbe Stunde etwas zu trinken an (Wasser, Tee) und kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur. Alle Werte ab 38,5 °C bedeuten: Ihr Kind hat Fieber und sollte sich im Bett ausruhen. Sehr junge Säuglinge sollten ab einer erhöhten Temperatur von 38,0 °C in der kinderärztlichen Praxis vorgestellt werden. 

Prinzipiell gilt: Für einen gesunden Säugling ist Fieber grundsätzlich nichts Schlimmes. Es zeigt vielmehr an, dass der Körper auf Krankheitserreger reagiert und seine Abwehrkräfte mobilisiert. 

 

Ältere Babys, wenn die Temperaturerhöhung länger als einen Tag anhält:

In der Regel sollte möglichst erst ab einer Körpertemperatur von 39,0 °C (im Po gemessen) mit fiebersenkenden Maßnahmen begonnen werden: Zäpfchen oder Tropfen können nach ärztlicher Anweisung gegeben werden.


Fieber ohne Medikamente behandeln 

  • Ggf. ergänzend zu Medikamenten können handwarme Bauch- oder Wadenwickel gemacht werden. Die Tücher etwa alle drei Minuten wechseln, insgesamt über 20 Minuten. 
  • Wichtig: Grundsätzlich nur auf warmer Haut kühle Wickel auflegen. Bei kühlen Armen und Beinen keinesfalls Wadenwickel verwenden! 
  • Niemals Folie oder anderes wasserundurchlässiges Material noch außen herumwickeln. Das kann einen Hitzestau verursachen. 
  • Falls Sie unsicher sind, lassen Sie sich in der ärztlichen Praxis beraten.